Posted by Pushking on 29. Februar 2008
Bin heute über folgenden Artikel gestolpert:
More teenagers ignoring CDs, report says
Kurz zusammengefasst sagt der Artikel, dass im Jahr 2007 nur noch 50% der Jugendlichen überhaupt eine CD gekauft haben! Im Jahr 2006 waren es noch 62%. Beim Durchlesen des Artikels stellt man schnell fest, dass die Jugendlichen die für Musik bezahlen, diese aus dem Internet beziehen. Folgendes Zitat fand ich sehr treffend. Frei übersetzt:
Wenn ich eine CD kaufe, und diese dann auf meinem iPod hören will, muss ich diese zuerst noch einlesen und habe oft sogar noch Probleme damit (Kopierschutz). Dann gehe ich lieber kurz auf Limewire und lade mir die CD herunter.
Völlig verständlich, oder? Obwohl die Statistiken über mein Blog besagen, dass ich weniger als 1000 Leser täglich habe möchte ich meine verehrte Leserschaft auffordern, einen kurzen Kommentar zu hinterlassen, der beinhaltet, wann du das letzte Mal eine CD gekauft hast.
Ich persönlich habe sehr stark das Gefühl, dass sich der Musikmarkt in den nächsten Jahren noch viel stärker ins Internet verlagern wird. Auf allen Downloadstores geht der Trend wieder Richtung MP3, es ist nur eine Frage der Zeit, bis der ganze Musikzirkus nur noch übers Internet abgewickelt wird.
Zum Schluss noch folgendes frei übersetztes Zitat vom obigen Artikel:
Ich habe auch keine Lust, 30 Franken für eine CD auszugeben, auf welcher vielleicht 3 geile Tracks drauf sind.
Word!
Posted by Pushking on 25. Januar 2008
Soeben habe ich ein Mail von Last.fm bekommen, mit folgendem Inhalt:
Yesterday Last.fm announced a new On-Demand service that allows users to listen
to full-length tracks and entire albums on the site for free. However, this news
isn’t just exciting for listeners as we will also be launching a revolutionary
Artist Royalty Program that will pay artists directly. This means that if your
music gets played on Last.fm, you will soon be able to earn money for it. You
can read our official announcement on our blog at http://blog.last.fm
Für all, die nicht soooo gut Englisch können, hier nochmals die wichtigsten Punkte auf Deutsch:
- Neu kann man alle Lieder in voller Länge (!) anhören
- Die Künstler bekommen jedesmal Geld, wenn jemand ihre Lieder hört
Also das finde ich schon extrem krass. Ich meine, bei MySpace werden so viele Lieder angehört und die Künstler selbst müssen sich diese Banners die ganze Zeit anschauen und der ganze Ca$h geht sofort zu Rupert Murdoch. Bei Last.fm ist man als sogenannter Content-Provider am ganzen mitbeteiligt. WOW!
Habe sofort meine Labels und Artists in diese neuen “Terms of Use” genommen. Wer weiss, vielleicht kann man endlich wirklich einfach nur ein gutes Lied machen und damit Geld verdienen, ohne zuerst dem ganzen Musikbusiness den Arsch zu lecken … Interessant war, dass man angeben muss, ob man bei einem Urheberrechtsverwalter (in der Schweiz SUISA oder Deutschland GEMA) angemeldet ist, oder nicht. Diese Institute sehen nämlich in dieser Musik 2.0 Entwicklung ihre Existenzgrundlage bedroht und stellen sich ziemlich quer.
Ich bin aber kein SUISA Mitglied und werde wohl auch nicht so bald eines sein. Denn gemäss Statistiken (diese Quelle muss ich nochmals bestätigen), bekommen nur ca. 5% der Suisa-Mitglieder jemals mehr Geld von der Suisa als sie für die Registration bezahlen (100 CHF). Für was brauche ich denn dieser riesen Juristen- und Administrationsapparat? Wer hat schon einmal ein Werk bei der Suisa angemeldet? Papierkrieg ohne Ende. Und am Schluss bezahlt man noch für Tonträger die man gar nicht verkauft hat …
Was aber meiner Meinung nach noch fehlt, ist die Möglichkeit, die Musik auf Last.FM direkt gegen Bezahlung als MP3 herunter zu laden. Space for Improvements. Und was auch sehr schade ist, dass Last.FM keine richtige Facebook Integration zu Stande gebracht hat. iLike hat da einiges mehr hingebracht. Obwohl dies nur eine billige Kopie ist.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Musik 2.0 entwickeln wird. Auf dass alle UKW Sender und Major Labels zugrunde gehen …
Meine Links zu Last.FM: