Nasty Bass Generation

letzte woche war ich faul. sorry.

doch wer den partytipps gefolgt ist, der hat was erlebt. (wie jedes mal …). gut, der thai thai club war nicht gerade überfüllt, dafür war die musik umso besser und die neue anlage gibt auch ganz schön was her! im cocuna dann, 2te runde von simon und pumba (wer ist eigentlich simon?) zusammen mit ali baba. natürlich die schönen und sexy dancehall tunes, gut laune, wie erwartet. witzig war die dancehall massiv, welche ich schätze und mich auch irgendwie dazu zähle, aber im cliché haben diese leute einfach scheuklappen an. solange die musik aus jamaika kommt, oder vielleicht noch knapp seed, gentleman oder millionstylez, gehen sie ab als gäbs keinen morgen. doch sobald ein track dann nicht in diese schublade passt, wie z.b. ghanesischer hiplife (VIP – I Think I Like Am), oder dancehall aus tansania (Dully Sykes – Shikide) verdrehen sie die augen. schlimmer wirds dann bei kuduro, welcher mein part wäre bei simon + pumba. das tönt dann schon zu fest nach diesen elektro zeuggs (nicht mal sean paul spielt er) und wird dann mit rausgehen und einen joint rauchen bestraft. das trifft jetzt natürlich nicht auf alle zu, big up an die leute, die open minded und dafür umso mehr durchgedreht sind.

wo wir schon bei kuduro sind, möchte ich euch meine besten entdeckungen in diesem genre in den letzten monaten nicht vorenthalten. da wäre als erstes mal munchi. buraka som simstema könnt ihr gleich wieder vergessen, dieser junge aus rotterdam bringts mehr als auf den punkt. die tracks verspielt und innovativ aber hämmern so richtig rein, dass die kokosnüsse von den palmen fallen. unbedingt checken auf soundcloud: http://soundcloud.com/munchi_productions/tracks (auch moomahton hat er, aber dazu ein andermal mehr). das ganze bietet er sogar gratis zum download an: hier: http://munchiproductions.blogspot.com/2010/08/kuduro-promo-2010.html
realer und von angola ist killamu. er ist wahrscheinlich der beste angolanische kuduroproduzent, jedenfalls konnte er auf akwaaba music (label von amerika, welches afrikanische musik im westen vertreibt) ein digitales album veröffentlichen. kaufen und gratis komplett anhören kann man das hier: http://killamu.bandcamp.com/

wer auf dem laufenden bleiben will mit dieser musik (tropical bass, global bass, was weiss ich bass), dem kann ich 3 blogs empfehlen: http://www.tropicalbass.com/ , http://hatandhoodie.de/ (deutsch) und http://generationbass.com/. letzterer hat heute sogar über mich und tillup berichtet, vom mosambik reisli und der musik die dort entstanden ist. alles frei zum download und noch ein paar englische textli dazu: http://generationbass.com/2010/09/16/no-sleep-till-mozambique/
ist mir übrigens eine grosse ehre.

ok. ein bisschen viel bla bla um musik, blogs und die welt, aber ich verspreche ja immer wieder, dass ich euch verehrten leserinnen und lesern goodies schenke, informationen, downloads etc. also nicht beklagen, sondern geniessen.

partyinfos kommen natürlich auch noch. vielleicht auch gästeliste? weiterlesen:
nasty trash gibts nun neu jeden monat und das ist auch gut so. seit mehr als 2 jahren tröten wir nun schon die fidget und electro klänge ins k.o. trinker-generation-publikum. die alte börse ist ein würdiges zuhause für so eine sause, immerhin haben die da eine anlage, die den mädels den rock wegpustet und den jungs die eier massiert. am schluss sind alle bass-opfer. am freitag (17.9.2010) haben wir auch schon wieder eine super crew am start: mighty fools. der alptschi vom handzhup blog kennt die zwar nicht, ist aber auch klar, denn die nasty trash bookings sind kein mainstream radio hit david guetta, sondern auserlesen und gut recherchierte und zertifizierte dancefloor magier. erstmals für aufsehen gesorgt haben diese jungs (man eat dj & jizm) schon vor nasty trash und dieser track von denen ist mit ein grund, weshalb wir uns anno dazumals gesagt haben: diesen sound brauchen wir in zürich: kelis – milkshake (mightyfools remix).

ertu & pushkin machen den anfang. diese playtime haben wir so gewählt, damit wir mal richtig schönes warm up machen können und von den schönen und soften tunes die zum tanzen anregen bis richtig nasty. eine musikalische reise, die ich euch allen ans herz legen möchte. also kommet früh und feiert mit uns: http://www.facebook.com/event.php?eid=146279248727973

am samstag pilgern wir dann nach bern, da unsere freunde RESET! (übrigens unsere ersten internationalen nasty trash gäste) dort im wasserwerkclub spielen: http://www.wasserwerkclub.ch/. würde mich freuen, mit einigen von euch im zug jägi shots zu nehmen.

zum schluss noch: diesmal verlose ich wieder gästelistenplätze für nasty trash, aber mit 2 bedingungen: 1. wenn du einen kriegst, musst du spätestens um 11 in der alten börse sein, sonst gibts keine gästeliste mehr. 2. eine frage: wie heisst der club, in dem die erste nasty trash stattgefunden hat?

falls irgendjemand anmerkungen, kritik oder anfeindungen hat, kannst du gerne hier einen kommentar hinterlassen.

Bloghouse. Unwort oder die Zukunft der Musik?

Wahrscheinlich hat dieser Begriff Bloghouse als erste die Zeitschrift “Phoenix” in den Journalismus gebracht und damit einem relativ neuen Phänomen der Entwicklung von Musik und Internet einen Namen gegeben. Im Beitrag Blog house in Basstown wird über die angeblich erste Blog-House Band berichtet. Diese nutzte Blogs als Verbreitungsvektor, da sie zwar ein gutes Lied produziert haben, aber die Samples nicht gecleart haben. (Sample-Clearing heisst, dass wenn ein Produzent Teile eines fremden Stückes in einer Produktion benutzt, dass er dies zuerst rechtlich klären muss) Also blieb den Jungs nichts anderes übrig, als das Lied halt einfach so zu veröffentlichen. Scheinbar hatten sie so ungeahnt grösseren Erfolg und dementsprechend auch Promo, als wenn sie dieses Lied herkömmlich veröffentlicht hätten.

Genau so wie New Rave ist aber auch dieser Begriff umstritten. Für mich stellt er mehr die Art und Weise der Verbreitung und des Marketings von Musik dar, als ein Genre im eigentlichen Sinne. House steht dabei für Clubmusik (was ja ein riesiges Spektrum umfasst) und Blog für die Verbreitung.

Bloghouse Szene
Die Bloghouse-Szene funktioniert dabei so, dass es einige renommierte Blogs gibt, welche eine grosse Leserzahl haben und stetig über Musik schreiben und auch Musik frei zum Download anbieten. Die Tracks werden diesen Bloggern regelrecht nachgeworfen, da ein Post bei einem grossen Blog sofort riesige Promotion bewirkt. Oft sind das Freetracks aus einer neuen EP, welche dann natürlich auch gleich zu den entsprechenden Stores verlinkt wird. Manchmal sind es auch “illegale” Remixes, welche nicht veröffentlicht werden dürften, aber trotzdem sehr tight sind. Diese werden dann auf anonymen Downloadsites wie Rapidshare (kostenpflichtig) oder zShare (gratis) abgelegt und der Blogger sichert sich rechtlich ab, indem er für Links auf seiner Seite keine Verantwortung übernimmt.

Hypem.com
Zusätzlich zu dieser riesigen Blogszene gibt es dann noch die HypeMachine (hypem.com). Diese durchsucht regelmässig tausende dieser Musikblogs und kopiert sich die darauf publizierte Musik in einen lokalen Cache, aus welchem man diese Tracks dann direkt anhören kann. Man kann auf Hypem.com auch verweilen und in den Radiomodus schalten und so neue Hypes während dem Arbeiten entdecken. Die Hypemachine erstellt auch Rankings und Trends einzelner Tracks. Deshalb weiss die HypeMachine auch was momentan Hype ist.

Bloghouse Künstler
Als erstes würde ich sagen, ist sicher Crookers die heisseste Combo, die durch diesen Bloghype herausgekommen ist. Mit ihren bombastischen Remixes von AC/DC “Thunderstroke” oder The Chemical Brothers Feat. Fatlip – The Salmon Dance (Crookers Wow Remix) katapultierten sie sich an die Spitze der Produzenten und DJs in diesem Genre.

Weiter erwähnenswert sind Mighty Fools und FOAMO. Mighty Fools hat vorallem mit ihrem Remix von Kelis – Milkshake auf sich aufmerksam gemacht.

Weiteres Namedropping kommt hoffentlich in kommenden Posts noch mehr. Jedenfalls möchte ich meiner verehrten Leserschaft meine Lieblingsblogs nicht vorenhalten:

Bloghouse Blogs
Mein absoluter Favorit momentan ist: You can Call me Pelski. Ein richtiger Freak, der viel Musik postet, die mir persönlich auch immer sehr gefällt und alles direkte Downloadlinks anbietet. Seine Hochnäsigkeit als Topblogger und Hipster ist auch immer wieder amüsant.

Dann Dancefloor Mayhem, welche jetzt auch auf den eigenen Server gezogen sind und meistens direkte Links anbieten. Ebenfalls sehr geiler Sound im Bereich Elektro, House aber auch Minimal.

Als Label hat Palms Out Sounds gleich noch einen eigenen sehr starken Blog, auf welchem regelmässig gratis Musik angeboten wird und auch wöchentlich mit dem Remix Sunday eben solche umstrittenen Remixes veröffentlicht. Darunter habe ich schon einige glänzende Perlen gefunden!

Für Clubhiphop und Baltimore ist wahrscheinlich First Up, eine schwedische Bloggerin, die auch gleich noch einbisschen Erotik in die Posts hauchen kann, die beste Quelle.

Elektro, Elektropop und Discohouse findet man auf DiscoBelle.net und DiscoDust. Discobelle ist mittlerweile schon so professionell, dass sie Gerüchten zufolge sogar ihre Autoren bezahlen können. Diese Jungs waren auch schon in Zürich im Besame Mucho und hatten ein wahnsinniges Set gedropt.

Nun warten nur noch alle gespannt darauf, bis sich die PushkingNoize Remixes in der Blogosphäre wie ein Lauffeuer verbreiten.